Entspannung und Lichttherapie – Das Schlafhormon Melatonin

Katharina-Wieland-Müller/pixelio.de

Schlafstörungen mit ihren vielerlei möglichen Ursachen können das Leistungsvermögen und die körperliche Fitness vehement beeinflussen. Der Griff zur Schlaftablette wird zur Gewohnheit, doch kaum jemand ist sich der negativen und gesundheitsgefährdenden Folgen einer Langzeiteinnahme bewusst. Zum einen haben synthetische Schlafmittel, beispielsweise Benzodiazepine, starke Nebenwirkungen wie Abhängigkeit, allergische Reaktionen und auch psychische Einflüsse einhergehend mit depressiven Verstimmungen. Daher ist es ratsam bei Schlafstörungsbeschwerden schonendere Möglichkeiten in Erwägung zu ziehen. Meditation, Entspannungstechniken und Verhaltenstrainings zeigen großen Erfolg und wirken entspannend und wohltuend auf Körper und Geist.

Kognitive Verhaltenstherapien

Burnout und Stresserkrankungen gehören in der heutigen Leistungsgesellschaft leider mittlerweile mit zum Arbeitsalltag. Aus diesen psychischen Belastungen entstehen häufig Schlafprobleme. Psychologen erklären dies mit der negativen Gedankenwelt der Patienten. Zermürbendes Grübeln, Zukunftsängste und Überarbeitung lassen den Körper nicht mehr zur Ruhe kommen. Lange Einschlafphasen und nächtliche Wachphasen sind die Folge. In diesem Kontext verzeichnet die Schlafforschung große Erfolge mit kognitiven Verhaltenstrainings. Der Patient erlernt positive Gedankenprofile und kann nach erfolgreicher Behandlung negative Stimmungen aktiv und gezielt abwenden. In Therapien mit Burnout-Patienten finden diese Techniken häufig Anwendung und soll in Zukunft auch schlafgeplagten Menschen weiterhelfen und das ohne hochdosierte Schlafmittel.

Entspannungstechniken

Wenn Stress zum Schlafhindernis wird, können unterschiedlichste Entspannungsübungen helfen. Hierbei gilt es, die für sich effektivste Methode zu finden und zu erlernen. Kurse an Volkshochschulen oder in Fitness- und Jogacentern können hier eine hilfreiche Möglichkeit bieten. Im Zusammenhang mit Schlafproblemen erwiesen sich autogenes Training, Meditation, Yoga und progressive Muskelentspannung als sinnvoll und verhelfen nicht nur zu besserem Schlafen, sondern auch zu Ausgeglichenheit, innerer Ruhe und höherem Leistungsvermögen.

Lichttherapie

Melatonin, ein Hormon aus der Zirbeldrüse, regelt den zirkadianen Tag- Nachtrhythmus. Während Melatonin nachts in höheren Konzentrationen produziert wird, so sinkt dieser Spiegel mit zunehmendem Tageslicht. Dies kommt daher, dass das Hormon für Müdigkeit und Schläfrigkeit im menschlichen Organismus sorgt. Demnach ist nachzuvollziehen, wie eine falsch regulierte Melatonin-Konzentration mit Schlafstörungen oder Tagesmüdigkeit und einem anormalen Schlafbedürfnis einhergehen kann. Mit einer speziellen Lichttherapie wird Einfluss auf die Hormonproduktion genommen und somit das Schlafbedürfnis beeinflusst. Tests belegen, dass mit Lichtbehandlungen erstaunliche Erfolge erzielt werden können, jedoch sollte man beim Kauf einer solchen speziellen Lampe durchaus mehr Geld in ein Qualitätsprodukt investieren, da die Lichtqualität entscheidenden Einfluss auf den Erfolg der Therapie hat.

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