Welche Schlafstörungen gibt es?

Rita Thielen/pixelio.de

In Deutschland leiden mehr als dreißig Prozent der Bevölkerung an den Folgen einer Agrypnie – Schlafstörung. Hierbei handelt es sich um Dyssomnien, welche alle Formen von Ein- und Durchschlafstörungen definieren und Hypersomnien, welche alle Arten der Tagesschläfrigkeit bezeichnen. Schlafstörungen bedingt durch physische, psychische oder psychosoziale Faktoren, können sich in vielen Fällen signifikant auf den Alltag der Betroffenen auswirken. Aus dem Ungleichgewicht zwischen Schlafbedürfnis und Schlafvermögen resultieren ständige Abgespanntheit, Konzentrationsprobleme und völlige Erschöpfung. Es existieren zahlreiche unterschiedlichste Formen von Schlafstörungen, angefangen von Schlafwandeln und bekannten physiologischen Störungen wie Schnarchen, die Schlafapnoe, Narkolepsie bis hin zu wenig populäreren Phänomenen wie die Rapid-Eye-Movement-Schlafverhaltensstörung.

Wann muss ich zum Arzt?

Daher ist es notwendig, die Ursachen der Schlafstörung zu finden und in gegebenen, erforderlichen Fällen einen medizinischen Rat einzuholen. Ein Arztbesuch wird bei einem Richtwert empfohlen, wenn eine Schlafstörung mehr als dreimal wöchentlich über einen längeren Zeitraum von mehreren Monaten auftritt. Aufgrund der Komplexität und der zahlreichen unterschiedlichen und wechselwirkenden Ursachen von Schlafstörungen ist die Diagnose oft langwierig und kompliziert. Jedoch teilt ein medizinisches Klassifikationssystem Schlafstörungen in vier Großkategorien ein.

Welche Arten von Schlafstörungen gibt es?

In diesem Zusammenhang werden primäre Schlafstörungen abgegrenzt von Schlafstörungen im Zusammenhang mit einer anderen psychischen Störung, weiteren anderen Schlafstörungen und substanzinduzierten Schlafstörungen. Diese Einteilung erfolgt nach einem allgemeingültigen Standard der Weltgesundheitsorganisation. Zu den primären Schlafstörungen zählen die zwei großen Teilbereiche Dyssomnien und Parasomnien. Erstere betreffen alle ex- und intrinsischen Schlafstörungen und Störungen des zirkadianen Schlaf- Wachrhythmus. Parasomnien setzten sich zusammen aus Schlafstörungen mit Albträumen, Pavor Nocturnus (Nachtangst), Schlafwandeln und Aufwachstörungen. Weitere Formen von Schlafstörungen sind im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen bekannt. Ein weitere wesentlicher Auslöser können Medikamente, Drogen und Alkohol sein. Zuletzt bleiben Typen von Schlafstörungen, die auf körperliche Ursachen zurückzuführen sind, wie beispielsweise Entzündungen, Krampfleiden, Tumore, Demenzen und Beschwerden mit der Lunge und dem Herz-Kreislaufsystem.

Welche Schlafstörungen kommen am häufigsten vor?

Studien zeigen, das Insomnien, das heißt Ein- und Durchschlafstörungen die häufigste Ursache für nicht erholsamen Schlaf darstellen. Hierbei klagen Betroffene über problematische Einschlafphasen und nächtliches Wachliegen von mehr als dreißig Minuten und über vermehrtes frühmorgendliches Erwachen. Die große Bandbreite an Schlafstörungsursachen erfordert eine große Fülle an Behandlungsmöglichkeiten, die spezifisch auf das jeweilige Störungsbild zugeschnitten sind und betroffenen Patienten wieder zu gesundem Schlaf verhelfen können.

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