Narkolepsie – Fragen rund um die unerwarteten Schlafattacken

Bejamin-Thorn/pixelio.de

Die deutsche Gesellschaft für Schlafmedizin schätzt die Zahl der Narkolepsie-Betroffenen auf rund 40000. Von diesen 40000 Narkoleptikern wissen jedoch viele gar nichts von ihrer Krankheit, denn das Bild der „Schlummerkrankheit“ kann verschieden intensiv ausgeprägt sein. Im Grunde klassifiziert man die Narkolepsie-Erkrankung in die Abteilung der Schlafsüchte. Mediziner erklären diese Schlafstörung mit einer neurologischen Beeinträchtigung des Schlaf-Wach-Rhythmus. Schlafforscher und Neurologen haben bis heute keine 100%ige Erklärung für diese Erkrankung gefunden und es gibt viele offene Fragen zur Narkolepsie-Thematik!

Narkolepsie – Welche Symptome sind bekannt?

In der Fachwissenschaft sagt man, dass Narkolepsie durch eine spezifische Symptomtetrade definiert ist. Dies bedeutet im Grunde genommen, dass vier Krankheitszeichen besonders in den Vordergrund treten. Zum einen sind dies der starke Schlafdrang und Einschlafattacken während des Tages, hinzu kommt der kurzzeitige Verlust der körperlichen Muskelspannung, was in der Medizin als Kataplexie bezeichnet wird. Lässt die Muskelspannung des Körpers plötzlich nach, so können gefährliche Stürze die Folge sein. Außerdem leiden Betroffene an halluzinogenen Störungen und diversen REM-Schlafphänomenen. Besonders bei der Diagnostik wird auf die Wechselwirkung und die Addition der einzelnen Symptome geachtet, denn beispielsweise die Tagesmüdigkeit findet man auch bei dem sogenannten Schlaf-Apnoe-Syndrom.

Narkolepsie – Geschlechts- und altersspezifisch?

Anders als andere Schlafstörungen wie das Schnarchen,
findet man bei der Narkolepsie keine Geschlechtsprävalenz. Dies bedeutet, dass Frauen und Männer annähernd gleich häufig betroffen sind. Anders ist es beim Alter! Mediziner nennen die zweite Lebensdekade als Höhepunkt der Krankheit mit extremsten Symptomen. Die ersten Anzeichen zur Narkolepsie zeigen sich jedoch meist in der Pubertät.

Narkolepsie – Wie entsteht diese Erkrankung?

Die genaue Ursache der Narkolepsie ist bis heute ungeklärt. Wissenschaftler vermuten jedoch mehrere wechselwirkende Faktoren. So wird derzeit besonders im Erbgut an den Auslösern dieser Schlafstörung geforscht, denn bestimmte Metaboliten-Typen sind signifikant häufiger betroffen und man vermutet eine vererbliche Komponente.

Narkolepsie – Wie lange dauert eine Schlafattacke?

Die unerwarteten Schlafattacken sind für Narkoleptiker eine regelrechte Plage. Schlafmediziner erklären, dass diese Attacken zeitlich variieren – zwischen wenigen Minuten und einer halben Stunde.

Narkolepsie – Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Bei Krankheiten, deren genaue Ursache noch nicht erforscht ist, ist folglich auch der Therapieansatz schwierig. Gezielte Verhaltenstrainings mit regelmäßigen Schlafpausen sollen die Symptome lindern, genauso wie speziell abgestimmt Diäten.

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