Schreibabys – Erklärungen und Hilfe

Kaczkowski/pixelio.de

Exzessives Schreien über viele Stunden hinweg und das über einen längeren Zeitraum von mehreren Monaten, bezeichnet laut Definition ein Schreibaby. In den ersten Monaten kommt dieses Phänomen bei bis zu 30% aller Säuglinge vor. Mit wenigen Tricks lernen Eltern, Signale ihres Kindes besser zu deuten und Erholung und Entspannung stellt sich im Familienleben wieder ein. Allerdings sollten Eltern deren Kind viele Monate unaufhaltsam und rastlos schreit einen Arzt aufsuchen, um organische Ursachen und Beschwerden im Zusammenhang mit einer Schlafstörung ausschließen zu können.

Schreibabys – Tipps und Tricks

Abendlich nach 20 Minuten setzt bei den Kleinen meist die erste Tiefschlafphase ein. Wenn man es schafft das Kind ausreichend zu beruhigen, kann man lange Schreiphasen verhindern. An der Brust der Mutter, beim Stillen, verspürt das Kind Geborgenheit und kann somit entspannt entschlummern. Eine Frage, die Geister scheidet, ist die Diskussion um das Familienbett – auch „Co-Sleeping“ genannt. Dass Eltern zusammen mit dem Baby im Bett schlafen ist früher gängig und weit verbreitet gewesen. Paare, die „Co-Sleeping“ ausprobiert haben sind meist positiv überrascht, können länger schlafen, berichten von weniger nächtlichen Wachphasen des Kindes und sind diesbezüglich entspannter und ausgeglichener. Auch für das Schreibaby kann das Familienbett eine beruhigende Methode darstellen. Jedoch raten Ärzte und Therapeuten unbedingt, dass das Kind auch eine gewisse Eigenständigkeit und Selbstregulation in einem gewissen Alter lernen muss – und hierzu gehören eben auch ein eigener Schlafort und selbstständiges Einschlafen ohne elterliche Hilfestellungen.

Schreibabys – Einschlafen lernen ohne elterliche Hilfe

Wenn das eigene geliebte Baby in der Nacht weint und schreit oder sich abends nicht beruhigen lässt, so ist folgendes Verhalten von Eltern völlig logisch und verständlich. Man nimmt das Kind auf den Arm, gibt ihm Nähe, kuschelt oder führt Einschlafrituale, wie das „Gute-Nacht-Fläschchen“ ein und hofft, dass sich das Kind damit beruhigt und entspannt in den Schlaf begleiten lässt. Doch genau solch ein Verhaltensmuster ist für Paare leider der absolut falsche Weg. Denn das Kind lernt, immer nur mit solchen elterlichen Einschlafhilfen zur Ruhe zu kommen. Doch Kinderärzte erklären wie wichtig es für die kindliche Entwicklung ist, dass das Baby eigene Techniken lernt, sich selbst zu beruhigen – typische Beispiele sind hierfür das klassische „Daumennuckeln“ oder der vertraute Griff zum Kuscheltier. Nur wenn die Eltern es schaffen sich zurückzuhalten, kann das Kind diesen wichtigen Entwicklungsschritt auch bewältigen.

Schreibabys – Sind Darmkoliken wirklich der Auslöser?

Lange Zeit nahm man an, dass Darmkoliken (Darmkrämpfe) Ursache für das extreme Schreien bei Säuglingen ist. Heute stellt man die These auf, dass das ruhelose Brüllen Ausdruck einer nicht erlernten Selbstregulation sein könnte. Unbestritten leiden solche Babys meist an Blähungen und Darmproblemen. Ärzte vermuten, dass ständiges Schreien eine vermehrte Luftaufnahme bedingt und somit ein Teufelskreis resultiert. Im Rahmen einer Beratung bei der „Schrei-Ambulanz“ finden betroffene und verzweifelte Eltern Hilfe.

Schreibabys – Hilfe für Eltern

Das unaufhaltsame Schreien ist nicht nur für das kleine Baby höchst anstrengend, sondern auch für die Eltern. Schlafentzug, Hilflosigkeit und Angespanntheit lassen die Eltern ratlos erscheinen und stellen eine enorme Belastung dar. Aufgrund der Vielzahl an Schreibabys wurde eine Expertenhilfe im Rahmen einer „Schrei-Ambulanz“ eingerichtet – doch was bietet eine solche Beratungsstelle und wie findet man Hilfe in der Nähe? Über das Internet findet man auf schnellem Wege eine sinnvolle Adresse oder Telefonnummer zur fachkundlichen Beratung für Eltern mit Schreibabys. Hier werden unter anderem Techniken vermittelt, wie der Erwachsene zusammen mit dem Kind, Spannungen und psychische Überreizungen abzubauen können. Außerdem wird gezeigt wie bestimmte kindliche Signale gedeutet werden müssen. Die Mutter und der Vater lernen das Schreibaby besser zu verstehen und schon nach kurzer Zeit stellt sich ein Erfolg ein – Kind und Eltern kommen wieder zum wohlverdienten Schlaf.

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